Hi,

 

Bei der Anmeldung an der Domäne wird häufig ein “Heimatverzeichnis” gleich mitverbunden.

Zu diesem Basisverzeichnis (Home folder), das als Attribut zusammen mit einem Laufwerksbuchstaben im Benutzerkonto festgelegt werden kann, gibt es mehrere Umgebungsvariablen, die nach der Anmeldung ganz unterschiedliche Werte anzeigen.

Die Variablen heißen:

HOMEDRIVE
HOMESHARE
HOMEPATH

Und hier ist ein Beispiel, wie die Werte aussehen können:

HOMEDRIVE=U:
HOMEPATH=\
HOMESHARE=\\server\share\username

 

So sollten die Werte aussehen, wenn für das Basisverzeichnis der Laufwerksbuchstabe U gewählt wurde.

 

Aus den verschiedensten Gründen kann es nun passieren, daß die Werte der Variablen auch ganz andere Werte anzeigen.

 

Hier ein erstes Beispiel:

HOMEDRIVE=U:
HOMEPATH=\username
HOMESHARE=\\server\share

Das kann passieren, wenn die Verbindung zu \\server\share\username (also der untersten Verzeichnisebene) nicht hergestellt werden kann.

In dem Fall erfolgt das „mapping“, also die Laufwerksverknüpfung direkt auf der Freigabe (dem Share), also \\server\share und der Benutzername taucht in der Variable „Homepath“ auf.

 

Ein weiteres Beispiel:

HOMEDRIVE=c:
HOMEPATH=\Document and Settings\username
HOMESHARE=\\server\share

 

Auch hier schlägt die Verbindung zur untersten Ebene, dem Benutzernamen, fehl und das Laufwerk wird erfolgreich mit der Freigabe verknüpft. Aber in diesem Fall schlägt das Ändern des Basisverzeichnisses (HomeDirectory) in der MSGINA fehl, so daß die Variable auf den lokalen Standardwert zurückfällt „\Document and Settings\username“.

 

In jedem Fall ist es essentiell herauszufinden, warum die Verbindung mit der untersten Verzeichnisebene, dem Benutzernamen, fehlschlägt.

Dafür ist ein Netzwerk-Trace hilfreich.

 

Ebenfalls ein guter Test ist, daß der betroffene Benutzer nach der Anmeldung versucht, sich manuell auf das Verzeichnis zu verbinden mit:

net use u: \\server\share\username

Wenn dieser Test erfolgreich ist, d.h. der Benutzer hier keine Fehlermeldung bekommt, kann es z.B. eine Frage der zeitlichen Koordinierung sein. Dann ist ein guter Test, die Gruppenrichtlinie
Beim Neustart des Computers und bei der Anmeldung immer auf das Netzwerk warten
zu aktivieren. Wenn das hilft, ist das dann auch die Lösung.

 

 

Hier einige der häufigeren Gründe, warum die Verbindung fehlschlägt:

-       Der Benutzer hat keine ausreichenden Berechtigungen auf das Verzeichnis „username“.
Er kann sich zwar mit dem
\\server\share verbinden, hat aber dann keinen Zugriff auf das Unterverzeichnis „username“.

-       Szenarium mit DFS links (oder neue Terminologie: DFSN folders; DFSN = Distributed File System Namespace bzw. DFS = Verteiltes Dateisystem und N = Namensraum)
\\server\share ist die DFS root. Dorthin kann sich der Benutzer verbinden, aber auf das link target (link Ziel; oder neu: folder target) \\server\share\username kann er nicht zugreifen.

-       CSC Caching ist für das Basisverzeichnis aktiviert.
In diesem Fall ist es ein guter Ansatz, den Cache zu überprüfen, d.h. was ist im Cache und ist die Datenbank in Ordnung. Gute Tools dafür sind "cscsniff" und "csccmd".
Wenn “Fast-Logon” aktiviert ist, kann die Verknüpfung des Basisverzeichnisses gegen den lokalen CSC Cache gemacht werden, und es besteht die Möglichkeit, daß das fehlschlägt.

-       Laufwerk bereits verwendet.
Wenn die Verknüpfung fehlschlägt, ist es auch eine gute Idee mal zu schauen, ob sich vielleicht ein anderes Gerät (z.B. CD/DVD-Laufwerk oder ein USB-Stick usw.), den Laufwerksbuchstaben bereits unter den Nagel gerissen hat.

 

Gruß

 

Barbara