Gastbeitrag von Michael Büning von Team4 GmbH

Business Process Flows sind sicher die wichtigste funktionale Erweiterung in Microsoft Dynamics CRM 2013. Was steckt dahinter? Im Kern geht es darum, das bewährte Paradigma der Checklisten flexibel konfigurierbar zu machen und – zur Ausfüllung – visuell ansprechend zu präsentieren.

Ein typisches Beispiel für einen Business Process Flow ist die systematische Bearbeitung einer Verkaufschance gemäß einer beliebigen Vertriebsmethode. Basis sind immer „Stages“, welche die Verkaufschance durchläuft, also beispielsweise:

  • Identifizierung
  • Qualifizierung
  • Lösungserarbeitung
  • Lösungspräsentation.

Zu den einzelnen Stages gehört ein Satz von „Steps“ (Checklisten-Punkten), also beispielsweise zur Qualifizierung die Feststellung der kundenseitigen Beteiligten und des Budgets. Genau dieses Modell aus Stages und Steps kann in CRM 2013 in einem Prozess-Editor konfiguriert werden:

ProcessDefinition

Hinter jedem Step steht dabei ein (in der Entität zu definierendes) Feld. Je nach Feldtyp werden eingefordert:

  • Konkrete Werte, wie eine Budgethöhe oder ein voraussichtliches Auftragsdatum
  • Ja/Nein-Antworten auf Fragen wie „Lösungsvorschlag erarbeitet“ oder „Präsentation durchgeführt“

Oben in der normalen Maske zur Entität werden die konfigurierten Stages und Steps immer mit einer einheitlichen Prozessoptik visualisiert:

StandardProcess

Flexibilität gewinnt das Modell dadurch, dass beispielsweise für eine Verkaufschance mehrere Prozesse definiert werden können. So braucht ein einfacher Standardproduktverkauf wesentlich weniger Klärungspunkte als ein komplexes Projektgeschäft. Welche Prozesse wem angeboten werden wird über eine Rollenzuordnung der Prozesse konfiguriert:

ProcessToRoles

Hier können Sie weiter lesen.