Es gibt immer noch fünf Prozent der IT-Anwender und -Entscheider, die Cloud Computing für ein vorüber gehendes Phänomen halten. Alle anderen – und das ist dann doch beruhigend – sehen in der Cloud die Zukunft. So das zentrale Ergebnis eines in unserem Auftrag von IDC erstellten Whitepapers.
Die Analysten hatten zuvor über 150 deutsche Unternehmen telefonisch zur Nutzung von Cloud Computing befragt. Public Cloud, Private Cloud, Einsatzbereiche, Sicherheitsbedenken – die ganze Palette wurde abgefragt. Die konkreten Zahlen: Mehr als ein Viertel der deutschen Unternehmen nutzen bereits Cloud Services oder führen diese aktuell ein. 33 Prozent planen zudem, in den nächsten zwei Jahren Cloud Services zu nutzen. Besonders beliebt sind die Einsatzbereiche E-Mail und Kalender, Collaboration sowie System- und Netzwerk-Management.
Das sah bei einer vergleichbaren IDC-Befragung vor zwei Jahren übrigens alles noch ganz anders aus – da hatten noch 79 Prozent, ja, tatsächlich 79 Prozent der Befragten angegeben, sich noch nicht weiter mit dem Thema Cloud Computing auseinandergesetzt zu haben. Mittlerweile unvorstellbar.
Und jetzt heißt es „Innovationsmotor Cloud Computing“, so titelt zumindest die Computerwoche. Die Einschätzung des Fachblatts zur Studie: „Das IDC White Paper „Cloud Computing in Deutschland 2011“ zeigt, dass der Einsatz von Cloud Services inzwischen eines der zentralen Themen in deutschen Unternehmen ist.“ Hier steht der ganze Artikel: www.computerwoche.de/management/cloud-computing/2370188/
Mit anderen Worten: Der deutsche Cloud-Markt nimmt unvermindert an Fahrt auf, die Tendenz geht weiter nach oben. Das ist auch ein klares Indiz dafür, dass sich der Nebel rund um die Wolke gelichtet hat und viele Missverständnisse ausgeräumt sind. Sonnige Aussichten also für Cloud-Anbieter, um mal bei der Wetter-Metapher zu bleiben.
Dennoch haben auch jetzt noch einige der befragten Unternehmen Bedenken geäußert. Die Klassiker standen mal wieder ganz oben auf der Liste: Sicherheitsbedenken, die mögliche Abhängigkeit vom Cloud Provider und die Unkenntnis des Datenstandorts sorgen für ein gewisses Maß an Unsicherheit. Schon allein deshalb tendiert die Mehrzahl der Befragten eher zu einer Private Cloud-Variante. Die ist schließlich privat und auf das Unternehmen beschränkt.
Was die Bedenken angeht – gerade im Hinblick auf öffentliche Cloud Services –, müssen wir offensichtlich weiter Aufklärungsarbeit leisten. Aber das machen wir doch gerne – und hoffentlich bald schon sind auch die letzten Bedenkenträger überzeugt!