Wir sind TechNet auf Facebook TechNet News App für Windows TechNet Austria auf Twitter Georg Binder auf Twitter Gerhard Göschl auf Twitter Martina Grom auf Twitter Toni Pohl auf Twitter
Diese neue Windows Phone 8 App ermöglicht es IT Administratoren den Status der Office 365 Dienste remote zu überprüfen. Voraussetzung ist, dass ein Administratorkonto für die Verbindung zur Office 365 Subscription in der WP8 App angegeben wird. Der Status kann automatisch per Intevall oder manuell angestoßen aktualisiert werden.
Beschreibung im Windows Phone 8 Store
Der aktuelle Microsoft Security Intelligence Report Vol. 15 für Österreich zeigt erneut, dass Österreich bezogen auf die Infektionsrate (CCM=Computers Cleaned per Mille) deutlich unter dem weltweiten Durchschnitt liegt:
Gleiches Bild zeigt sich bei den Bedrohungskategorien. Hier liegt Österreich bis auf die Kategorie “Exploits” teilweise deutlich unter dem weltweiten Durchschnitt. Die Hauptbedrohung sind verschiedene Trojaner:
Weitere Security relevante Themen wie die Auflistung der Top 10 Malware Familien und der bösartigen Webseiten sind im österreich-spezifischen Security Intelligence Report Vol. 15 hier als kostenloser Download verfügbar: Austria
In folgendem Video gibt Tom Rains, Director, Trustworthy Computing, Microsoft Corporation, eine Zusammenfassung zum aktuellen Security Intelligence Report Vol. 15:
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=x4m_iAoYzFw
Hier das Video zur Europa Tour von Tom Rains:
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=f9eeFoNuTFw
Der gesamte Microsoft Security Intelligence Report Vol. 15 steht hier zum Download zur Verfügung: SIR Volume 15
Ein Gastbeitrag von:
Von Dienstag bis Mittwoch fand die TechNet Conference 2013 in Berlin statt. In 40 Sessions und drei Tracks konnten sich Teilnehmer über die Neuerungen der Microsoft Cloud OS (Track 1), über New Era / Client Deployment & Co IT (Track 2) und Modern Workstyle / Office Suite (Track 3) informieren, siehe Konferenz-Agenda.
Mit etwa 500 Teilnehmern war das Event im ehemaligen Kino der Kosmos KG in Berlin-Friedrichshain ausgebucht. Experten von Microsoft Deutschland und Microsoft MVPs hielten die (DeepDive) Sessions mit viel Praxisbezug. Es waren auch viele internationale IT-Sprecher wie Aidan Finn, Damian Flynn, Maarten Goet, Matt McSpirit, Paula Januszkiewicz und natürlich viele bekannte MVPs aus dem DACH-Raum vertreten, siehe Sprecher. Aus Österreich hatten Martina Grom und ich Sessions im Office-Track, den Martina als Track-Owner zusammengestellt hat.
Wir haben uns gefreut, auch Teilnehmer aus Österreich begrüßen zu können. Neben den Sessions gab es Ask the Experts-Stände mit Experten und Speakern und man konnte MCP-Prüfungen (im Eintrittspreis war eine Prüfung inkludiert!) ablegen, was auch einige Teilnehmer genutzt haben. Natürlich war das Event auch eine gute Gelegenheit zum Netzwerken. Man traf viele Bekannte und die Konferenz hatte schon fast community Charakter.
Hier ein paar visuelle Eindrücke von der TechNet Conference 2013.´
Netter Besuch aus Österreich, danke fürs Kommen!
An Tag zwei wurde einer der Räume kurzerhand mit 60 Notebooks für die Workshops umgebaut, das war doch etwas Aufwand für die Vortragenden und viele Helfer die Verkabelung und das Netzwerk für die Sessions zu planen und aufzubauen und noch fleißig die Windows 8.1 ToGo USB Sticks zu produzieren.
Am nächsten Tag hat dann alles fein geklappt.
Und Hans hat seine Lync MCP-Zertifizierung bestanden – Wir gratulieren!
Und viele weitere interessante Sessions!
und einige Interviews und Plaudern dazwischen:
Ab und zu gabs auch etwas Sonne…
Und Security-Expertin Paula Januszkiewicz füllt den Saal (nächstes Mal besser den ganz großen Saal…):
Die Präsentationen werden in den nächsten Tagen verfügbar sein. Ab Verfügbarkeit aktualisieren wir diesen Artikel mit den Links. Unsere Session-Präsentationen sind bereits jetzt auf Slideshare online, siehe hier.
Alle Sessions wurden aufgezeichnet und werden bald als Webcasts zur Verfügung stehen.
Wir hatten viel Spaß und fanden, es war ein tolles Event in Berlin, schon fast mit community-Charakter. Wir freuen uns auf die nächsten Konferenzen!
Gute Neuigkeiten für alle, die Yammer in ihre Enterprise Social Strategie integrieren wollen: Am 7. November 2013 wurde angekündigt, dass Yammer in allen Office 365 Enterprise Plänen integriert ist. Bisher war dies nur bei Kunden mit einem Enterprise Agreement der Fall.
Bei neuen Tenants (nach dem 1.11.2013 angelegt) ist der Yammer Enterprise Plan bereits im Office 365 Tenant enthalten. Das sehen Sie am einfachsten, wenn Sie in Ihrem Office 365 Dashboard im Bereich Aktueller Status bereits Yammer Enterprise sehen.
Möchten Sie nun Yammer Enterprise für Ihr Netzwerk aktivieren, klicken Sie im linken Bereich Dienstübersicht auf den Link Enthaltene Dienste und anschließend auf Ja, Yammer Enterprise für mein Netzwerk aktivieren.
Danach startet ein Assistent, mit dem Sie in drei einfachen Schritten Ihre Unternehmens-Domain validieren und überprüfen können, sofern Sie das nicht bereits bei der Tenanteinrichtung erledigt haben.
Nach der Aktivierung werden die Globalen Administratoren des Office 365 Tenants automatisch zu Administratoren im Yammer Netzwerk (Achtung: nur jene, die als UPN die korrekte, validierte Domian haben und deren Login Name nicht admin, user oder support ist).
Für alle bestehenden Tenants, die das noch nicht sehen – diese Funktionalität wird in den nächsten Wochen auch in den bestehenden Tenants hinzugefügt!
Hilfe zum Yammer Enterprise update
Viel Spass mit Yammer!
Gestern wurde der Internet Explorer 11 in allen 95 verfügbaren Windows Sprachen als Download bereitgestellt. Unternehmensadministratoren können die Einstellungen zentral mit dem Internet Explorer Administration Kit 11 oder den Group Policy Templates anpassen und das automatische Installieren mit dem Internet Explorer 11 Blocker Toolkit eine Zeit lang blockieren.
Details in den IETeam Blogeinträgen auf MSDN und auf TN Seiten: IE11, IE11 Blocker Toolkit, IEAK11, IE11 GP Templates
Wie erreicht man eine gute Web-Performance? Nun, am besten durch Tuning und Nutzung der neuen IIS 8.5 Möglichkeiten und durch … Testen. Es gibt hierzu viele Werkzeuge, eines haben Sie aber ganz bestimmt auf Ihrem Windows-Rechner: den Internet Explorer. Mit Windows 8.1 kommt standardmäßig IE11 mit. Dieser eignet sich vorzüglich dazu, das Ladeverhalten von Websites zu testen.
In Teil 3 unserer IIS und Web-Serie haben wir die neue IIS 8.5 Funktion “Idle Worker Process Page-out” kennengelernt. Diese Leistungssteigerung mit dem Suspend-Modus nach Leerlauf sollte natürlich auch gleich getestet werden. Mit IE11 geht das sehr einfach und zwar mit den Developer-Tools mit F12.
…ist sehr einfach: In IE11 einmal die Funktionstaste F12 für das Einschalten der Developer-Tools drücken. Nun in das Modul Netzwerk klicken (oder Strg+4). Im Netzwerk auf den Play-Button klicken (oder F5) und die Test-URL öffnen oder die Seite refreshen – sprich die Webseite neu laden. Wenn das Testen beendet werden soll, kann mit Umschalt+F5 der Play-Modus wieder beendet werden.
Using the F12 developer Tools zeigt alle Funktionen der IE11-Developer Tools, diese sind für das Analysieren sehr wertvoll. Die Developer Tools sind übrigens auch in etwas anderer Form in IE10 und IE9 enthalten, siehe IE10 Developer Tools und IE9 Developer Tools.
Die Developer Tools können natürlich noch viiieeel mehr – hier beschränken wir uns allerdings nur auf die Ermittlung der Ladezeit für ein Web.
Die Tests erfolgten auf einem Produktivsystem (eine Windows Server 2012 R2-VM auf Hyper-V) mit 55 Webs, 4 CPUs und max. 8 GB dynamischen RAM und herkömmlichen Festplatten (keine SSDs). Als Testwebsites musste eine einfache HTML-Datei (ohne Grafiken und Styles) und ein “richtiges” CMS mit dem Open CMS Umbraco und .NET Framework 4 herhalten. Zum Testen wurde das Idle-Time-out auf nur 1 Minute (statt 20) heruntergesetzt.
Hinweis: Alle angegebenen Ladezeiten können natürlich durch den Client und die ausgeklügelten Caching-Strategien des Browsers verfälscht sein. Der Browser-Cache sollte vor jedem ersten Laden geleert werden. Dennoch, es herrschen keine Laborbedingungen (der Webserver bedient beispielsweise viele weitere Webs) und die Werte geben ein Bild aus der Praxis wieder.
Testen wir nun die IIS 8.5 Funktion Idle Worker Process Page-out:
Zunächst sehen wir uns die Eigenschaften des AppPools des Test-Webs an.
Der ApplicationPool des Webs ist standardmäßig immer auf die Idle Time-out Action mit Wert Terminate gestellt. Zum Testen habe ich die Idle Time-out (minutes) von 20 auf 1 Minute heruntergestellt (Schritt 3.) und den AppPool restarted, (Schritt 5.). Der Screenshot zeigt alle Schritte vom Markieren des Webs bis zum Recycle des AppPools.
Diese Einstellungen wurden mehrmals für die Tests mit verschiedenen Werten für Idle Time-out Action gesetzt.
In dem Web liegt eine sehr kleine statische HTML-Website (Text only, keinerlei Styles oder Bilder).
Das ersten Öffnen (nach AppPool Recycle) der Webseite dauert etwa 375ms. Weitere Versuche für das erstes Starten nach AppPool Recycle oder Timeout lagen immer zwischen etwa 280 und 375ms - durchschnittlich bei etwa rund 300ms.
Jedes neue Laden braucht in meinem Beispiel dann nur mehr lächerliche 32ms – wenn die Webseite bereits gestartet ist.
Wiederholungen liefern in etwa immer solche Werte – die Webseite kann schnell aus dem Memory ausgeliefert werden.
Nun wollen wir sehen, wie es nach einem Leerlauf (Idle-Timeout) aussieht.
Nach einer guten Minute – das Web muss jetzt terminiert sein – rufen wir nochmals die Webseite auf.
Wohooooo, die Ladezeit der statischen Webseite beträgt nun 328ms – wie beim ersten Start! Was für ein Unterschied, hier greift cold request.
Das bedeutet, die Website muss nach Leerlauf komplett neu in den Memory-Pool des Worker Process geladen werden (siehe Teil 3). Das ist bei einer statischen Mini-Website mit wenigen hundert Millisekunden Ladezeit zwar noch kein Thema, aber bei dynamischen Webs mit einem großen Framework wie PHP oder .NET darunter kann dieser Prozess schon viele Sekunden dauern!
Wenn die Webseite im Memory des Webservers geladen ist: Jedes neuerliche Laden dauert dann wieder nur etwa 31ms.
Nach dieser Erkenntnis wollen wir die neue Funktion Idle Worker Process Page-out testen.
Nun stellen wir die AppPool-Eigenschaft Idle Time-out Action auf Suspend und recyclen den AppPool.
Das erste neue Laden des Webs dauert nun 187ms - ähnlich wie zuvor bei cold request mit etwa 328ms.
Nachdem eine gute Minute verstrichen ist, öffne ich nochmals die Webseite….
Die Ladezeit der statischen Webseite beträgt nun nur mehr 62ms – statt zuvor 328ms, weniger als ein Fünftel Zeit!
Refreshes sind dann wieder in den üblichen 31ms geladen.
Neuerliche Tests jeweils nach dem Timeout von 1 Minute liefern wieder ähnliche Werte, zwischen etwa 60 und 100ms. Die Idle Worker Process Page-out Funktion greift und liefert die Webseite wesentlich rascher aus.
Damit ist das Laden von statischen Websites mit aktivierter Idle Worker Process Page-out Funktion in der Praxis etwa um den Faktor 3 bis 5 schneller als ohne diese Funktion! Es zahlt sich also aus, sie einzusetzen.
Wie sieht es nun bei “echten” Webs mit dynamischem Inhalt aus?
Zum Testen wird das OpenSource CMS Umbraco mit einem SQL Server (auf einer eigenen Maschine) mit einer heutzutage üblichen Website verwendet und zwar nur die Startseite. Als Domäne wird dieselbe wie zuvor verwendet. Das Web läuft auf .NET Framework 4.0.
Der erste Aufruf des Webs dauert 5.95s. Bei mehreren Versuchen für das erste Laden waren Werte zwischen etwa 4s und 6s zu erreichen.
Jedes neue Laden dauert etwa 0,65s. Das Verhältnis der HTTP-Requests verschiebt sich, das Aktualisieren der Webseite dauert am längsten. Bei mehreren Versuchen waren so Ladezeiten zwischen 0,6s bis zu etwa 1s drin.
Nach Leerlauf und Terminate wird das Web erneut aufgerufen. Das sieht dann so aus:
Das Web benötigt 4,35s um neu zu starten, ähnlich wie zuvor beim ersten Start (cold request).
Nun sehen wir uns das Ladeverhalten wieder mit aktivierter Idle Worker Process Page-out Funktion an.
Wie oben mit der statischen Website wird der AppPool wieder von Terminate auf Suspend gestellt und recyclet.
Das erste Laden unterscheidet sich nicht von unserem Ergebnis zuvor, etwa 6s.
Nun wird wieder eine gute Minute gewartet und das Web nach dem Leerlauf erneut aufgerufen. Das Ergebnis sieht so aus:
Nach dem Erwachen des Webs mit Suspend dauert das Laden 0,81s. Somit ist dies eine wesentlich bessere Ladezeit als nach Terminate!
Mit Suspend wird das Web in 0,81s statt in 4,35s geladen, das entspricht wieder einer geringeren Ladezeit um den Faktor 5,3!
Zur Vollständigkeit: Bei mehreren Test wurden so Ladezeiten zwischen 0,81 und 1,25s erreicht, das wäre Faktor 5,3 bis 3,5. Zumeist wurde der kleinere Wert erreicht, somit liegt unser Faktor bei durchschnittlich 5x schneller.
Gerade bei dynamischen Webseiten bringt die aktivierte Funktion Idle Worker Process Page-out in der Praxis eine Beschleunigung meist etwa um den Faktor 5! Je größer und komplexer die Website, desto größer ist der zu erwartende Zeitgewinn nach einem Leerlauf und Reaktivierung des Webs.
Die neue Funktion Idle Worker Process Page-out in IIS 8.5 bringt erhebliche Ladezeit-Verbesserungen. Sie ist standardmäßig nicht eingeschalten und sollte aus meiner Sicht aktiviert werden.
Technisch funktioniert die Verbesserung durch ein Page-Out des Memories eines Worker Process (Web) auf die Festplatte. Bei neuerlichen Zugriffen nach einem Leerlauf (Timeout) wird der gespeicherte Zustand in das Memory geladen. Dieser Vorgang ist wesentlich schneller als die Neuinitialisierung eines Webs, somit kann der Webserver die Website um ein Vielfaches schneller ausliefern. Bei unseren Tests konnten wir eine verbesserte Ladezeit von mindestens etwa Faktor 5 erreichen.
Hier eine Tabelle mit den ersten Test-Werten aus unserem Demo zum direkten Vergleich:
Webseite
1.te Ladezeit Standard
1.te Ladezeit Idle Worker Process Page-out
Faktor
Statisch
325ms
62ms
5,2
Dynamisch (.NET)
5,95s
0,81s
7,3
In unseren Demos waren die dynamischen Webseiten meist schon nach etwa 1s geladen, statt erst nach 5s - also eine sehr stark verbesserte Usability. Bei größeren Website-Systemen wird die Leistungssteigerung wahrscheinlich noch höher sein. Ein Einsatz von Solid State Disks (SSD) wird diesen Effekt nochmals spürbar verbessern.
Hinweis für Developer: Unser Team wird in codefest.at ein kleines Sample posten, wie man App Suspend für Web Applications in einer Windows Azure Web Role aktivieren kann.
Somit unser Tipp: In IIS 8.5 Idle Worker Process Page-out einschalten. Wir haben bislang keine nachteiligen Effekte in der Praxis bemerkt.
Viel Spaß bei Pimp-your-Website (after Idle Timeout)!
Artikelserie, siehe auch
Windows Server 2012 R2 und IIS 8.5 bringen zwei coole neue Funktionen zur Verbesserung der Web-Leistung. Für viele Websites beschleunigt Dynamic Site Activation das Laden der Webs und die neue Einstellungen Idle Worker Process Page-out wirkt als Performance-Boost nach Web-Leerlauf. Bevor wir in die Details gehen, sehen wir uns noch kurz die Architektur von IIS an, um zu verstehen, worin jetzt die Optimierungen liegen. Ein Blick in die IIS-Geschichte von Windows zeigt uns die geänderte Architektur.
In IIS6 (Windows Server 2003) werden alle Anfragen von einem Listener Process (einem long-running Windows NT service) und einem Worker Process verarbeitet. Der Listener Process wartet auf HTTP(S)-Nachrichten und reicht diese an einen passenden (über die URI verbundenen) Worker Process w3wp.exe weiter, der den Application Code für die Anfrage ausführt.
Diese Architektur wurde ab IIS 7 (Windows Server 2008) geändert. Windows Process Activation Service (WAS) ist ein neues Feature von IIS. Damit werden Windows Communication Foundation (WCF) Services gehostet, ohne das ganze IIS Paket zu verwenden (bzw. auch ohne IIS installiert zu haben).
Vereinfacht gesagt bedeutet das, WAS hostet Webservices für Nicht-HTTP Szenarien wie TCP, Named Pipes und MSMQ für service-based Applications über SMSvcHost.exe. IIS verarbeitet Webdienste, die über das HTTP oder HTTPS-Protokoll laufen - sprich über den HTTP stack und HTTP.sys als Protocol Listener und das WWW Service.
Der W3SVC-Process bleibt in seiner Rolle als HTTP Listener, jedoch befinden sich die Komponenten für Konfiguration und Process Activation in WAS. WAS besteht aus drei Teilen: dem Configuration Manager, dem Process Manager und dem Listener Adapter Interface.
Wer tiefer gehen möchte, dem empfehle ich die Artikel IIS WAS Configuration , Inside WAS, Benjamin Perkins MSDN Blog sowie die IIS-Versionen Wikipedia Seite.
Wenn in IIS vor Version 8.0 - also IIS 6, 7 oder 7.5, das entspricht Windows Server 2003, 2008 oder 2008 R2 - viele (mehr als 100) Websites gehostet werden, kann es länger dauern, bis IIS das Konfigurationsfile laden kann, WAS lädt die Konfiguration für alle Websites auf dem Server. Bei Problemen oder Fehlern wurden die entsprechenden Aktionen nicht mehr ausgeführt.
WAS erzeugt für jede Website und jedes Binding eine eigene Queue und arbeitet diese für jeden Request ab, registriert das Binding und startet den Worker Process für die Site.
In IIS 8.5 (und auch teilweise in IIS 8.0) wurde dieser Ladevorgang optimiert, um die Leistung dieses Dienstes zu steigern. Dies passiert durch verbessertes Memory-Management und durch einen einzelnen Ladevorgang in eine Queue durch WAS (“single catch-all request queue” anstatt je einem pro Eintrag, was zu tausenden einzelnen Requests in Http.sys führen kann). Dieser Vorgang heißt Dynamic Site Activation.
Bei weniger als 100 Websites bzw. Bindings auf dem Webserver wird jedoch – genauso wie zuvor - der Standard-Ladeprozess verwendet, da bei einer solch geringen Anzahl aufgrund der Größe des Konfigurationsfiles kaum Probleme zu erwarten sind.
Der Vorteil der Dynamic Site Activation wird somit erst bei einer großen Anzahl Websites und Bindings (>100) verwendet und spürbar. Das Feature selbst ist nicht über eine GUI verwaltbar, aber das Limit kann über ein dynamicRegistrationThreshold attribute in IIS 8.5 eingestellt und gesteuert werden.
Dazu öffnen Sie im IIS im Knoten des Webservers den Configuration Editor.
…und im Editor-Modul die Section system.applicationHost/webLimits. Hier kann das Setting dynamicRegistrationThreshold mit dem Standardwert 100 verändert werden. WAS muss restarted werden, damit die neue Einstellung greift.
Mehr Informationen über WAS-Internas finden Sie u.a. im kostenfreien eBook von MS-Press Free ebook: Introducing Windows Server 2012 R2 Preview Release ab Seite 81.
Nach der Theorie nun zur Praxis und dem Beschleunigen von beendeten Webs.
Wenn eine Website länger als 20 Minuten nicht verwendet wird, terminiert IIS den Worker Process um Ressourcen (Memory) zu sparen. Auch wenn man das Timeout einstellen kann, führt eine Nicht-Verwendung irgendwann zum Beenden des Webs. Die erste Anfrage an ein noch nicht gestartetes Web wird als cold request bezeichnet. IIS muss initialisiert werden, das entsprechende Framework (etwa .NET oder PHP) muss initialisiert werden, die Website muss initialisiert werden usw. Das alles kostet Zeit.
Statische Websites benötigen üblicherweise ein paar hundert Millisekunden zum Starten. Dynamische Websites brauchen jedoch oft viele Sekunden bis sie laufen, da ihr Framework zuerst neu in den Worker Process geladen werden muss, welches dann den Code ausführt. Daher wurde in IIS 8 (Windows Server 2012) eine Application Initialization eingebaut, die es dem Administrator erlaubt, das Application Framework vorab zu laden. Das kostet jedoch viel Speicher. Auf einem Server mit hunderten Websites und durchschnittlich mindestens 100MB pro Framework kann das rasch zu einem Engpass führen - also nicht immer die beste Methode für Web-Optimierung.
In IIS 8.5 gibt es nun die Möglichkeit, einen Worker Process nach Leerlauf nicht zu beenden (terminieren), sondern ihn nur zu unterbrechen (suspend). Diese Funktion heißt Idle Worker Process Page-out. Dabei wird der Worker Process vom Speicher auf die Festplatte gespeichert (data paging) und aus dem Memory entfernt. Durch den Einsatz von solid state disk (SSD) kann die Leistung weiter gesteigert werden.
Hierfür kann das neue Attribut Idle Time-out Action (idleTimeoutAction) pro Application Pool von Terminate auf Suspend gesetzt werden. Mit der Idle Time-out (minutes) Eigenschaft wird die Dauer des Leerlaufs vor dem Abschalten (Standard 20 Minuten) eingestellt.
Standardmäßig ist Idle Worker Process Page-out in IIS 8.5 nicht aktiviert, sondern Worker Processes werden terminiert.
Daher muss Suspend für die gewünschten Webs eingeschaltet werden und der AppPool recyclet werden. Wenn der Wert auf Server-Ebene gesetzt wird, gilt dies nicht für die bestehenden AppPools, aber für alle neuen AppPools!
Wenn diese Einstellungen durchgeführt wurden, geht es ans Testen der Web-Leistung. Das machen wir im nächsten Teil!
Die Umstellung der “alten” Office 365 Tenants (orange) auf die neuen Tenants (blau) in Office 365 ist ja bereits für die meisten Office 365 Kunden abgeschlossen. Jetzt geht es darum, dass auch die neuen Funktionen, vor allem in SharePoint Online genutzt werden und die User z.B. Skydrive Pro sofort einsetzen können.
Die Umstellung erfolgt ja so reibungslos, dass man beinahe vergessen könnte, dass es noch ein paar Nacharbeiten gibt, eine davon ist die Umstellung der SharePoint Online Sitecollections. Dies beschreibe ich heute aus Partnersicht mit delegierten Adminrechten – wobei ein Tenantadministrator dies natürlich auch durchführen kann.
Wenn Sie als delegierter Administrator in den Tenant eines Kunden einsteigen, haben Sie zunächst die Menüpunkte für Exchange Online Administration, SharePoint Online Administration nicht zur Verfügung und die Menüleiste schaut ein bisserl leer aus.
Die Dienste können Sie aber auch von hier über die GUI aufrufen und müssen sich keine komplizierten URLs merken. Dazu wechseln Sie links im Menü einfach auf Diensteinstellungen und schon kommen Sie von hier in die ECP (Exchange Verwaltungskonsole), zu SharePoint Online usw.
Wenn Sie nun in das SharePoint Administrationscenter wechseln sehen Sie nach einer Umstellung bereits, welche Sitecollections schon auf 2013 migriert sind und welche noch auf 2010 sind. Typischerweise sind die Public Facing Website auf 2013 vorhanden, die drei Hauptsitecollections (Root, Search und My-Site) aber noch in 2010.
Um nun eine Sitecollection zu aktualisieren, wählen Sie diese vorher aus (Tipp: sollten Sie die Checkbox vor der Zeile nicht sehen, am besten alle Collections markieren und dann die anderen abwählen). Über das Icon Upgrade können Sie zu den Upgradeinstellungen wechseln und dort direkt den Link auswählen.
Wenn Sie delegierter Admin sind, bekommen Sie nun möglicherweise die Meldung, dass der Zugriff verweigert wurde. Ist ja auch klar, SharePoint kennt diesen User ja nicht. In diesem Fall fügen Sie sich vorher zu den Supportadministratoren hinzu. Dazu auf die Schaltfläche Besitzer / Supportpartner hinzufügen klicken. Dies bitte für jede zu aktualisierende Seite durchführen – auch für die MySite.
Das Upgrade erfolgt dann über die Schaltfläche Websitesammlung aktualisieren / Ich bin bereit / Ist in Arbeit. Danach werden die Sitecollections in eine Queue gestellt und nach 10-15 Minuten sind die Seiten auf SharePoint 2013 aktualisiert. Das gilt auch für die MySite und Skydrive Pro steht den Benutzern erst nach der Aktualisierung zur Verfügung!
Zu SkyDrive Pro noch ein Tipp: wenn ein Tenant migriert wurde, steht den Usern ja sofort die neue Websiteleiste zur Verfügung. Solange die MySite nicht aktualisiert wird, erhalten die Benutzer bei Klick auf Skydrive eine Fehlermeldung – es empfiehlt sich also, hier rasch umzustellen. Und Ihre User werden sich freuen, wenn Sie plötzlich 25 GB Speicherplatz bekommen, der sich auch noch offline synchronisieren lässt.
Diesen Herbst haben IT-Professionals viele neue Produkte vor sich: Windows 8.1, Windows Server 2012 R2, System Center 2012 R2, Windows Intune, Windows Azure, SQL Server 2014 und Office 365! In den neuen Versionen stecken eine Fülle an neuen, interessanten Funktionen und Möglichkeiten. Entdecken Sie diese bei einer speziellen zweitägigen TechNet-Konferenz nächste Woche in Berlin!
Microsoft TechNet Conference 2013
Technologie pur – von Experten für Experten 40 technische Vorträge +++ zwei IT Camps +++ Zertifizierungsmöglichkeiten +++ Networking
Die TechNet Conference 2013 wird von Microsoft Deutschland veranstaltet und findet dieses Jahr zum ersten Mal statt.
Das Event findet in von 12. bis 13. November 2013 im noblen ehemaligen Filmtheater KOSMOS KG in der Karl-Marx-Allee 131a in 10243 Berlin statt.
Die Sessions werden von Experten von Microsoft und Microsoft MVPs gehalten und richtet sich mit Level ab 300 speziell an IT-Profis, hier gehts zur Agenda und zu den Referenten.
Neben den Fachvorträgen können Sie an zwei IT-Camps teilnehmen und die Neuerungen unter fachkundiger Anleitung selbst ausprobieren. Zusätzlich haben Sie während der Konferenz die Chance, sich direkt bei Microsoft Partnern vergünstigt zu zertifizieren.
Viele gute Gründe, um neben dem abwechslungsreichen Programm Neuheiten kennenzulernen und zum Netzwerken. Melden Sie sich am besten noch heute hier an! Die Teilnahmegebühr beträgt nur 199 Euro (zzgl. MwSt.) und sichern Sie sich jetzt Ihren Platz auf der Microsoft TechNet Conference 2013!
CU in Berlin!
Die neuen Funktionen von IIS 8.5 bringen unter anderem neue Logging-Mechanismen. Es gibt zwei neue Verbesserungen im Logging. Nun können zusätzliche Felder mitgespeichert werden und das Logging kann nun in das Windows Ereignisprotokoll geschrieben werden.
IIS loggt seit jeher in das Filesystem. Das macht vor allem aus Performance-Gründen Sinn. Die Logging-Einstellungen können nach eigenem Bedarf angepasst werden, auf Serverebene für Web und FTP-Traffic oder dann einzeln pro Website. Zumeist legt man die gewünschten Eigenschaften einmal pro Server fest.
Üblicherweise verwendet man meist Logging per Site und das W3C Format – damit können die meisten Webanalyse Tools etwas anfangen – und verwendet “local time”.
Im Betrieb resultieren diese Einstellungen dann darin, dass pro Site und pro Tag ein Logfile angelegt wird. Der Screenshot zeigt den Speicherort und ein beliebiges Logfile. IIS hält das aktuelle Logfile offen, um rasch Protokollzeilen in das File anhängen zu können. Es kann aber dennoch zum Lesen geöffnet werden. Beim Stoppen des Webs wird es geschlossen.
Üblicherweise lesen Webanalyse-Tools dann diese Logdateien, benennen sie um und packen oder verschieben sie in ein Archiv. So weit so gut, das ist Standard seit der ersten Version von IIS – mit ein paar neuen Features, die nach und nach erweitert wurden.
Im Modul Logging (Protkollierung) können die Eigenschaften wie oben (Art, Format, Speicherort und Encoding) definiert werden. Diese Eigenschaften vererben sich in die darunterliegenden Sites, daher ist es im Regelfall klug, diese auf Serverebene einmal zu setzen.
Neu in IIS 8.5 ist, dass hier mit Select Fields… sog. Custom Fields hinzugefügt werden können.
Damit können bestimmte Informationen wie Request Header, Response Header und Server Variablen protokolliert werden.
So kann beispielsweise die CPU-Zeit oder die Dauer eines Webrequests oder HTTP Header wie X-Forwarded-For in das Log gespeichert werden. In Enhanced Logging for IIS 8.5 und im TechNet Video sind weitere Informationen darüber zu finden.
Hinweis: Eine ähnliche Funktionalität konnte auch zuvor durch seperate Module erreicht werden. Nun ist Enhanced Logging jedoch schon in IIS 8.5 eingebaut und vereinfacht die Verwaltung out-of-the-box: “Enhanced logging for IIS 8.5 is only available in IIS 8.5”.
In IIS 8.5 können Weblogs auch direkt in das Event Tracing von Windows (ETW) geschrieben werden – sprich in die Ereignisanzeige. Damit können zum Beispiel IIS-Events in Echtzeit ge-monitored werden. Bei klassischen Logfiles kann es je nach Auslastung 30 Sekunden dauern, bis das Ereignis in dem Logfile geschrieben wird. Im Gegensatz zum file-basierten Logging werden die Ereignisse sofort in das Eventlog geschrieben.
Das W3C Protokoll kann nur nach ETW oder in ein Logfile und in das ETW geschrieben werden.
Das Format muss W3C sein und das Web muss für die Wirksamkeit einmal restarted werden.
Diese Funktion ist aus meiner Sicht weniger für sehr stark frequentierten Webs sinnvoll, sondern dient vor allem für das Troubleshooting und Debugging von Webs. Man kann damit nachsehen, was in einer Website so alles passiert oder eine zentrale Website-Logging Strategie entwickeln.
Im Event Viewer finden sich die Logzeilen dann gut versteckt im Knoten Event View (Local) / Applications and Services Logs / Microsoft / Windows / IIS-Logging / Logs.
Weitere Infos gibt es in Logging to Event Tracing for Windows in IIS 8.5 und in Configure Logging in IIS.
Wenn ETW Logging benutzt wird, empfiehlt es sich das Tool Microsoft Message Analyzer für die Echtzeit-Analyse zu verwenden, siehe Microsoft Message Analyzer Operating Guide und Hook me up!.
Weiter geht´s dann im nächsten Teil mit Leistungsoptimierung von Websites in IIS 8.5.
Seit kurzem ist Windows Server 2012 R2 verfügbar, siehe auch Windows 8.1 RTM und Windows Server 2012 R2 RTM sind im TechNet verfügbar! Wie schon in der Vergangenheit, sind die R2-Versionen Updates der Major-Editionen und bringen eine Reihe von Fixes, Updates und Neuerungen.
Dazu gibt es ein kostenfreies, englisches eBook von MS-Press: Free ebook: Introducing Windows Server 2012 R2 Preview Release von Mitch Tulloch.
Das eBook ist als PDF-Version (108 Seiten, 5 MB) und auch als EPUB-Format und im MOBI-Format verfügbar. Wer das Buch in Papierform bestellen möchte, kann dies im Shop von O’Reilly Media, für $9.99 + P&P hier tun.
Derzeit ist die Preview Release vom August 2013 verfügbar. Die finale Version zur RTM-Version wird gegen Ende dieses Jahres erscheinen.
Das richtige Futter für IT-Pros, die sich über die Neuerungen in Windows Server 2012 R2 informieren möchten...
Viel Spaß mit dem kostenfreien eBook und beim Lesen und Ausprobieren der neuen Features!
Mit Windows Server 2012 R2 kommt eine neue Version des Webservers, IIS Version 8.5. Der Internet Information Service (IIS) ist ein wichtiger Teil eines Applikationsservers um Websites und Webdienste im Internet, im eigenen Unternehmen oder in einer Private oder Public Cloud bereitzustellen.
Gerade in unternehmenskritischen oder großen Szenarien kommt es darauf an, diese Basis stabil, sicher und möglichst performant zu betreiben. Somit ein guter Grund, eine kleine Artikelserie über die verschiedenen Einsatzszenarien und Funktionen zu starten.
Schon mit Windows Server 2012 und IIS 8.0 wurden einige neue Features und Vereinfachungen zum Webserver hinzugefügt. Die Website What's New in IIS 8? informiert über die Neuerungen im Vergleich zu IIS 7.
In IIS 8.5 wurden weitere neue Funktionen hinzugefügt, die Verwaltung und Skalierbarkeit verbessern. Im Artikel What's New in IIS 8.5? werden die Installation und die Neuerungen beschrieben, diese sind:
Besonders die beiden letzten Funktionen sind für den Betrieb von ASP.NET Webseiten sehr hilfreich, dazu mehr in den nächsten Teilen und hier.
Hier die Varianten für die (automatisierte) Installation:
Die IIS 8.5 Installation erfolgt entweder über
Die Installation muss als lokaler Administrator erfolgen, das bedeutet, das Setup oder die Commandline als Administrator starten, siehe Installing IIS 8.5 on Windows Server 2012 R2.
“Ensure that you have administrative user rights on the computer on which you plan to install IIS 8.5. Note that by default, you do not have administrative user rights if you are logged on as a user other than as the built-in administrator, even if you were added to the local Administrators group on the computer.”
IIS 8.5 kann auch in Windows 8.1 über die Windows Features installiert werden.
Über das Dashboard kann die neue Webserver (IIS) Rolle hinzugefügt werden.
…und Auswahl der gewünschten Features:
Mit dem DISM Kommando lautet der Befehl
DISM.EXE /enable-feature /online /featureName:IIS-WebServerRole /featureName:IIS-CommonHttpFeatures …
Mehr über DISM erfahren Sie im TechNet DISM Overview (Deployment Image Servicing and Management).
Per PowerShell wird die Webserver-Rolle (komplett) so installiert:
import-module servermanager add-windowsfeature web-server –includeallsubfeature
…oder nur bestimmte Features. Modules in IIS 8.5 beschreibt die verschiedensten Features wie in diesem Beispiel:
import-module servermanager add-windowsfeature Web-Server, Web-WebServer, Web-Security, Web-Filtering
Beispiele von IIS 8.5 in Aktion gibt es online in zwei interessanten TechNet Sessions:
IIS: What’s New in Window Server 2012 R2 (TechEd USA)
IIS: What’s New in Window Server 2012 R2 (TechEd Europe)
Weiter geht's im nächsten Teil mit den neuen Logging-Funktionen.