Projekt twentythirteen

Was haben Cloud Computing und Geocaching miteinander zu tun?

Beziehungsweise: Was ist eigentlich Geocaching?

Seit dem Jahr 2000 als die künstliche Ungenauigkeit bei GPS durch den damaligen US-Präsidenten Bill Clinton abgeschaltet wurde gibt es das moderne Suchen nach kleinen „Schätzen“ - so genannten Geocaches. Bereits einen Tag nach der erwähnten Abschaltung versteckte ein gewisser Dave Ulmer den ersten Geocache (damals noch als „Stash“ bezeichnet) in Portland, und veröffentlichte die Koordinaten im Usenet. Einen weiteren Tag später wurde dieser auch gefunden, und so nahm das Ganze seinen Lauf.

Von Jahr zu Jahr begannen immer mehr Menschen auf der ganzen Welt mit diesem Hobby. Heute – 13 Jahre danach – liegen weltweit mehr als 2.000.000 Geocaches verschiedenster Machart. Vom Traditional bei dem die Suchkoordinaten von vornherein bekannt sind, über Multcaches bei denen man wie bei einer Schnitzeljagd sich von Station zu Station zum eigentlichen „Schatz“ hantelt bis hin zu Mysterycaches bei denen zuerst ein Rätsel gelöst werden muss, damit man an die Koordinaten des Endverstecks kommt.

In Österreich gehen je nach Schätzung zwischen 15.000 und 30.000 Menschen regelmäßig diesem Hobby nach – Tendenz steigend. Und genauso wie das regelmäßige Suchen mit einem GPS bewaffnet zum Geocachen gehört, ist es auch üblich sich zu treffen und auszutauschen. So wie auch im Fall des Megaevents „Projekt 2013“ vom 31.05. bis 02.06.2013 im oberösterreichischen Thalheim/Wels.

Was macht das Projekt Twentythirteen so besonders?

Das Projekt Twentythirteen ist das Österreichische Geocaching Mega-Event. Es ist das erste Mega-Event, das seine Teilnehmer nicht als passive Gäste oder Besucher sieht. Nein, wir wollen gemeinsam mit Euch etwas auf die Beine stellen, dass es so im Geocaching weltweit noch nicht gegeben hat. Wir verstecken nicht einfach ein paar Dosen, die ihr dann sucht – das Projekt Twentythirteen bindet alle Geocacher in der Region, aber auch weit darüber hinaus, ein:

Wir wollen rund um den 1. und 2. Juni 2013 in mehreren Wellen 2013 (in Worten Zweitausendunddreizehn) Caches aller Arten und Typen publishen. Nicht nur in Thalheim, sondern in ganz Oberösterreich und auch noch so weit darüber hinaus, wie ihr das wollt. Alle interessierten Geocacher können sich aktiv mit eigenen versteckten Geocaches beteiligen. Alle die etwas beitragen wollen, können dies mit dem Verstecken eigener Caches unter dem Label „Projekt 2013“.

OK, und jetzt nochmal: Was haben eigentlich Cloud Computing und Geocaching miteinander zu tun?

Beim Verstecken eigener Caches, genauer gesagt beim Verwalten derselben kommt Microsoft und Windows Azure zum Einsatz, denn es braucht eine entsprechend umfangreiche und mächtige Serverlandschaft um den Freiwilligen das Hinterlegen ihrer gelegten Geocaches zu ermöglichen. Ein Geocache ist ja nicht nur das Veröffentlichen von ein paar Koordinaten, sondern benötigt eine Beschreibung, benötigt vielleicht ein oder mehrere Bilder für die Suchenden. Eine gute Beschreibung soll ja den Suchenden dazu animieren sich für die Suche zu interessieren bzw. für die Gegend, in der sich der Geocache befindet.

Dieser Datenstrom, der von allen möglichen Geocachern aus der ganzen Welt angestoßen wird muss entsprechend gebündelt bearbeitet werden. Genau die Art von Herausforderung für die sich Windows Azure am Besten eignet. Durch die Stellung einer cloudbasierten Serverlandschaft ist es möglich das Portal zum Einreichen der beschriebenen Geocache-Beschreibungen stabil zu halten und für die Allgemeinheit verfügbar zu machen.

Mit Der Cachegerät hat Projekt Twentythirteen ein System basierend auf Windows Azure geschaffen, mit dem man auch mehrere tausend Caches für das Event so aufzubereiten kann,dass die Reviewer die Freischaltung durchführen können. Wenn auch Du einen Projekt Twentythirteen Cache legen willst, dann findest Du hier alle Infos zu “Der Cachegerät”!

 

Wer sich selber gerne mal mit dem Thema auseinander setzen möchte: Es gbt z.B. Programme für Windows 8 wie GCExplorer oder Geocaching Helper. Für Windows Phone ist wohl die interessanteste App, die von Groundspeak selber, nämlch Geocaching Live. Und mit geoCache gibt es sogar einen WMS Tile Caching (WMS-C) compliant Server auf CodePlex. Womit dich der Kreis zu Windows Azure wieder schließt.

geoCache - WMS Tile Caching (WMS-C) compliant serverWie man seine eigenen Webseiten, bzw. Webserver auf Windows Azure einfach und kostengünstig oder sogar kostenfrei betreiben kann lest Ihr in unseren Serien:

oder im Artikel Software auf Virtuellen Maschinen in der Cloud – ein Praxisbeispiel