Keynote:

In der ersten MMS 2012 Keynote wurde neben dem offiziellen Launch von System Center 2012 der Fokus auf die Microsoft Private Cloud gelegt. Dabei wurde der Bogen von der zentralen Infrastrukturverwaltung (Computing, Storage, Netzwerk,…) bis zur Serviceverwaltung gespannt. Interessant dabei ist, dass für diese Tätigkeiten immer die gleichen System Center Installationen verwendet werden. Dadurch wird die Anzahl der Managementsysteme reduziert und durch die gemeinsame Nutzung der operative Aufwand optimiert.

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Zum Schluss der Keynote wurde auch ein Einblick in den kommenden Windows Server “8”, der nun offiziell als Windows Server 2012 bezeichnet wird, gegeben:

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Mit den vier wichtigsten Merkmalen der Microsoft Private Cloud wurde die Keynote geschlossen:

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Breakout-Sessions:

Die nächste Breakout Session, die ich besucht habe, trug den Titel “Why We Fail: An Architect’s Journey to the Private Cloud”. Hinter diesem Titel versteckte sich ein Erfahrungsbericht des Microsoft Enterprise Architects, Alex Jauch, der aus seiner 12-jährigen Erfahrung im Bereich Enterprise Architekturen mit dem Fokus auf Private Cloud Architekturen berichtete. Wenig überraschend dürfte dabei sein, dass die Herausforderungen nicht in der Technologie, sondern in den Geschäftsanforderungen liegen.

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Auch die Vielzahl der existierenden Cloud Definitionen war ein Thema:

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Er ist der Meinung, dass das Cloud Definitions-Modell der amerikanischen NIST, die beste aktuell existierende Definition ist und alle seine Erfahrungen in diesem Bereich als Anforderungen adressiert:

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Auch IT Portfolio Management wurde in seinem Vortrag behandelt:

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Interessant ist auch, dass der Analyst Gartner vorhersagt, dass 78% der Enterprise IT Abteilungen eine Private Cloud Computing Strategie bis 2014 haben wird.

Die anschließende Breakout Session war eine technische Detailpräsentation der in der Keynote gezeigten Private Cloud Lösung und dem Zusammenspiel der verschiedenen System Center 2012 Komponenten. Hier wird der Mehrwert durch die hohe Integration der einzelnen System Center 2012 Komponenten sichtbar.

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Auch die Zukunft von System Center 2012 wurde in Demos gezeigt. Hier spielt vor allem der Windows Server 2012 eine zentrale Rolle. Die Demos umfassten die zwei neuen Kerntechnologien Storage- & Netzwerk-Virtualisierung. So wurde gezeigt, wie einfach IP-überlappende, voneinander vollständig isolierte Netzwerke im System Center 2012 Virtual Machine Manager zukünftig konfiguriert werden. Auch im Bereich der Storagevirtualisierung wurde gezeigt, dass eine virtuelle Maschine auf einem SMB Share provisioniert wurde. Jeder Windows Server 2012, der Zugang zu diesem Share hat, kann als potentieller Zielhost für eine Live Migration mit Hyper-V agieren.

Die nächste von mir besuchte Breakout Session war dem Thema Windows & SQL Azure gewidmet. Der Fokus lag dabei auf der Überwachung dieser Microsoft Public Cloud Services. Hierzu wird die vorhandene System Center 2012 Operations Manager Installation mit dem Windows/SQL Azure Management Pack erweitert. Danach werden diese Public Cloud Instanzen via Public/Private Key Verfahren an den Operations Manager angebunden. Durch die hohe Integration mit Azure werden Azure Services als Distributed Application im Operations Manager dargestellt. Dies ist analog zur neuen Service Abbildung im System Center 2012 Virtual Machine Manager (SCVMM) zu sehen. Auch hier gibt es eine Integration, dass die SCVMM Services als Distributed Application im Operations Manager abgebildet werden. Diese Distributed Applications werden dann als Services in die Konfigurationsdatenbank des System Center 2012 Service Manager automatisiert übernommen. System Center 2012 unterstützt auch Hybrid Szenarien. So werden “on-premise” Services und Public Cloud Services (z.B. Windows Azure) im neuen System Center 2012 App Controller in einer Console abgebildet.

Eine interessante Neuigkeit wurde auch in diesem Track veröffentlicht. Der Microsoft Partner Veeam stellt eine 10 Socket Lizenz des VMWare Management Packs für den System Center 2012 Operations Manager für System Center 2012 Kunden gratis zur Verfügung. Näheres dazu unter: http://www.veeam.com/sc2012.

Meine letzte besuchte Breakout-Session war dem Thema Netzwerk Monitoring mit System Center 2012 Operations Manager gewidmet. Das Netzwerk Monitoring ist eine komplett neue Funktion des Operations Manager und unterstützt dzt. über 80 Hersteller und 2000 zertifizierte Geräte. In dieser Session wurde das Netzwerk Discovery (ähnlich dem Windows/UNIX/Linux Discovery), das Netzwerk Monitoring, die Visualisierungsmöglichkeiten und das Berichtswesen vorgestellt. Das interessante an dieser Lösung ist, dass die Server-zu-Netzwerk-Abhängigkeit automatisiert ermittelt wird. Hier ein Beispiel dazu:

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Auch die Auswahl der überwachten Ports wird durch den Operations Manager intelligent ermittelt. Er überwacht standardmäßig nur jene Ports/Interfaces, die für die Kommunikation zwischen Netzwerkgeräten verwendet werden und jene, die einen aktiv überwachten Server bedienen. Optional können weitere Ports in die Überwachung einbezogen werden. Bei den Ports selbst wird auch unterschieden, ob das Up/Down operativ oder administrativ ist. Die Überwachung des Gesundheitszustandes der Verbindung erfolgt von beiden Endpunkten. Weitere Überwachungskomponenten sind z.B. VLAN Memberships, HSRP Groups, Prozesse und Speicher. Die Hochverfügbarkeit der Netzwerk-Überwachungs-Infrastruktur wird durch die neuen Resource Pools des Operations Manager sichergestellt. Auch die neuen Dashboard Funktionen des Operations Manager werden in der Netzwerk Überwachung verwendet:

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Auch das Berichtswesen des Operations Manager wird für die Netzwerk-Überwachung mit verwendet. Standardmäßig werden vordefinierte Berichte für die Speicherauslastung, Prozessorauslastung, Portverkehrsanalyse, Port Error Analyse, und Port Paket Analyse mitgeliefert.

Abschließend möchte ich noch auf die zweite Keynote der MMS (Thema: “A World of Connected Devices”) hinweisen, die auch via Stream am 18.4.2012 (ab 17:30 Uhr) übertragen wird. Nähere Infos dazu unter: http://itcompliance.wordpress.com/2012/04/16/microsoft-management-summit-mms-2012-keynotes-live-bertragung-am-17-18-4-2012/

Ein Gastbeitrag von: