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Fünf Gute Gründe, Microsoft Online Services nicht einzusetzen

Fünf Gute Gründe, Microsoft Online Services nicht einzusetzen

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In meinem heutigen Beitrag möchte ich Ihnen fünf gute Gründe vorstellen, warum Sie Microsoft Online Services NICHT einsetzen sollten. Falls Ihnen noch weitere Gründe einfallen, hinterlassen Sie bitte ein Kommentar oder schreiben Sie uns eine E-Mail über den Kontakt-Link.

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1. Es gibt keine Public Folder. Stimmt, es gibt keine Public Folder. Es gibt jedoch einige Lösungsmöglichkeiten, wie Sie auf Public Folder ganz leicht verzichten können. So können Sie z.B. eine zusätzliche Mailbox einrichten, auf die dann die anderen Benutzer über Outlook zugreifen können. Zusätzliche Mailboxen in Outlook einzubinden ist ab der Version 2003 möglich. Eine Anleitung, wie Sie Rechte auf eine Mailbox vergeben können, finden Sie hier. Eine weitere Möglichkeit wäre, SharePoint Online einzusetzen. Die meisten “Public Folder” Strukturen, die mir so unterkommen, bestehen deswegen, damit ein Team gemeinsame Kontakte oder einen gemeinsamen Kalender führen kann. Genau dazu ist SharePoint da! Diese Kontakt- und Kalenderordner können Ihre Benutzer dann wieder in Outlook integrieren – und schon ist die vertraute Umgebung wieder da!

2. FTP ist besser als SharePoint. Jein. FTP ist ein (sehr alter) Dienst, der für den Dateiaustausch dient bzw. in letzter Zeit zum Austausch vieler oder großer Dateien herangezogen wird. SharePoint Online ist nicht nur ein Datenspeicher, sondern auch eine Plattform für die Zusammenarbeit. Das derzeitige Limit mit 250MB pro User ist nicht erfreulich – allerdings kann Datenspeicher zu sehr günstigen Preisen zusätzlich erworben werden – bis zu einem sehr hohen Limit pro Unternehmen. Manche Anwender denken, mit einem NAS und den dort vorhandenen FTP Zugängen kann man die gleiche Lösung bewerkstelligen – nicht zu dem Preis und nicht mit dieser Leistung. SharePoint Online ist per Default SSL verschlüsselt, Updates und Service Packs werden automatisch von Microsoft eingespielt, Sie müssen keine Hardware, keinen Server, kein NAS anschaffen. FTP beansprucht die gesamte verfügbare Bandbreite – um dies zu ändern, bedarf es dann wieder einer Traffic Shaping Lösung und damit wieder Zusatzkosten. Ein NAS ist als Datenspeicher sicher eine gute Lösung, wenn man Dinge wie Versionierung, Redundanz und Default-Security nicht unbedingt braucht.

3. Alle 90 Tage das Kennwort zu ändern ist inakzeptabel. Neben den Public Foldern DAS Killer-Argument gegen Microsoft Online Services, das wirklich sehr oft richtige Emotionen auslöst. Bis vor kurzem musste das Kennwort alle 90 Tage geändert werden – eine Standardeinstellung der Microsoft Online Services. Ein Geheimtipp: Über einen Supportcase können Sie dies deaktivieren lassen – für eine gesamte Domain. Das Kennwort muss trotzdem “sicher” sein, d.h. mindestens 7 Zeichen, Sonderzeichen, Zahlen, Groß-Kleinschreibung in allen Kombinationen enthalten. Dazu ein Tipp, wie Sie sich ein merkwürdiges “starkes” Kennwort vergeben: Überlegen Sie sich einen Satz und nehmen Sie dazu jeweils den ersten Buchstaben jedes Wortes. Noch eine Zahl oder ein Sonderzeichen dazu – fertig ist das sichere Kennwort.

4. Meine Daten sind nicht sicher. Ja, und E-Mails sind sicherer als eine Postkarte. Microsoft Online Services ist unter anderem SAS zertifiziert, ein entsprechendes Security Whitepaper steht zum Download zur Verfügung. Ihre Daten liegen in Carrier Class Datencentern, die sich unter anderem durch unzählige Redundanzen in der Energieversorgung, seismisch gestützter Racks, physischer Gebäudesicherheit und Zugriffsschutz nur durch autorisierte Personen auszeichnet. Wer kann das schon von seinem Serverraum behaupten? Microsoft garantiert eine 99,9% Verfügbarkeit inkl. Money Back Garantie. Eine 99,9% SLA entspricht einem maximalen Ausfall von 8,76 Stunden pro Jahr.

5. Es gibt kein Voice in DACH. Stimmt. Aufgrund der aktuellen Rechtslage gibt es ein paar Länder, in denen die Sprachfunktion deaktiviert ist. Das stört vor allem bei Live Meetings – denn eine Onlinekonferenz hat ja neben dem bekannten Vorteil, dass man sich sieht, auch den Vorteil, dass man sich hören kann. Um die Voice Funktionalität in Österreich (und Deutschland und der Schweiz) doch zu bekommen, gibt es aber Partnerlösungen, die Ihnen diese Funktion weiterhin zur Verfügung stellen können. Ihr Microsoft Online Services Partner kann Ihnen hier sicher weiter helfen.

Wir freuen uns über Ihr Feedback – schließlich wollen wir die Liste erweitern. :-)



Comments
  • <p>Hallo!</p> <p>Ein bei SBS Kunden oft benötigtes Feature:</p> <p>POP Abruf von extern liegenden Mail Servern da manche User Email Konten unter fremd Domains haben. (zB Mitarbeit an externen Projekten)</p> <p>MfG</p> <p>Christoph Augsten</p>

  • <p>Ich würde mir die Szenarien, wo POP-Abruf nötig ist, gerne ansehen. Da gibt es sicher bessere Lösungen. Ich habe eher das Gefühl, dass der POP-Connector vom SBS häufig eingesetzt wird &quot;weil man es immer schon so gemacht hat&quot;.</p> <p>Und zum Thema 90-Tage-Kennwort-Zyklus: Jeder längere Zyklus ist grobe Fahrlässigkeit. Nachdem sogar der VKI (sicher keine IT-Experten-Kommission) Konsumenten (!) solche Intervalle empfiehlt, kann man es wohl als Stare-of-the-Art ansehen. Übrigens würden sich Argument 3 und 4 zusammen grob widersprechen.</p>

  • <p>@Christoph: danke für Dein Feedback! Ein Pop3 Connector, wie von SBS gewohnt wird eher nicht umzusetzen sein, hier sollte man sich die Szenarien anschauen und so wie Roman sagt, Alternative suchen.</p> <p>@Roman: Security: ja und nein. Man bekommt bei diesem Thema immer viele sehr emotionale Infos. So ist es auch dem MS Support gegangen, deswegen gab es kürzlich diese Änderung. Was ja nciht bedeuten muss, dass das jetzt automatisch bei jedem Account requestet wird.</p>

  • <p>Hallo!</p> <p>Szenario (aktueller Kunde)</p> <p>Der Kunde eigene Firma (ef.szen) mit 5 Usern, arbeitet aber auch in einer Partnerfirma (pf.szen). Er möchte über Outlook 2010 alle seine Mails zentral verwalten und auch immer per Laptop darauf zugreifen können. pf.szen betreibt keinen eigenen Mailserver sondern hat nur eine Domain bei einem ISP der nur Pop Abruf anbietet. Er und eine Sachbearbeiterin sollen diese Mails bearbeiten können und die Mails sollen auch gesichert werden. </p> <p>-----------</p> <p>In dem Kleinstfirmen Bereich wo wir tätig sind ist dies ein öfter vorkommendes Szenario in dem Kosten natürlich eine große Rolle spielen.</p> <p>MfG</p> <p>Christoph Augsten</p>

  • <p>Hallo Christoph,</p> <p>würde ich so lösen:</p> <p>ef.szen Eigene Firma mit 5 Usern verwenden Exchange Online (oder BPOS, je nachdem ob er noch was dazu braucht oder nicht). Damit hat er Mails immer und überall. </p> <p>pf.szen mit pop Konten: integration ins gleiche Outlook 2010 Profil. Einstellung, dass Mails am Server behalten werden.</p> <p>Damit hast Du dieses Szenario abgebildet.</p> <p>:-)</p> <p>lg, Martina</p>

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