Vortragende: Charlie Chase, Clare Henry, Michael Nappi

Was ist Service Manager:

Es bietet einen “Integration Layer” zwischen anderen System Center Produkten. Unter anderem ist das SCCM und SCOM. Er ist eine zentrale Lösung für Incident Management, Change Management.

Übrigens: SCSM können und sollen Sie sogar einsetzen, auch wenn Sie keine ITIL oder MOF Implementierung in Ihrem Unternehmen haben. Sie werden schnell feststellen, dass Sie SCSM genau in dieses Thema auf einfache Art und Weise einführen wird. SCSM ist einfach aufgebaut und Sie müssen kein großartiges Verständnis für ITIL und MOF als Voraussetzung haben. Viel Wichtiger ist es, Prozesse im Unternehmen für verschiedene Aufgaben bereits abgebildet zu haben und diese in SCSM abzubilden.

Auf dieser Basis wurde eine ITIL/MOF-basierende Problem/Change Management-Lösung geschaffen. Dabei gibt es für den Endbenutzer ein Self Service Portal welches die Helpdesk-Lösung darstellt.

Der SCSM besteht in der Basis aus einer Datenbank. Diese wird Configuration Management Database (CMDB) genannt. Diese Datenbank beinhaltet ein bekanntes System Center Schema, so kann SCSM perfekt mit anderen System Center Produkten zusammenarbeiten. Auf Basis dieser Datenbank wurde eine ITIL/MOF basierender Workflow erstellt.

Helpdesk arbeiten können nun zentral von einer Konsole aus durchgeführt werden. zB das zurücksetzen eines Kennworts oder das zuteilen von Software mit Hilfe von SCCM.

Es gab hervorragende Demos welche mit Worten gar nicht richtig zu beschreiben sind. Ich versuche es aber trotzdem:
Sie erhalten die Info dass ein neuer Benutzer in Ihrem Unternehmen morgen startet. Alles was Sie tun ist in SCSM einen neuen Change Request zu erstellen. Hier werden nur SAM-Account Name sowie Vor- und Nachname benötigt. Den Rest erledigt SCSM für Sie. Anlage eines neuen Windows Benutzers sowie eines Exchange Postfachs. Möglich ist dies, da für diesen Change-Request ein Template hinterlegt wurde welches genau diese Optionen ausführe. In der Demo wird im Hintergrund mit Server 2008 R2 und Exchange 2010 gearbeitet. Hier sendet der SCSM nur noch die notwendigen PowerShell befehle und alles läuft.

SCSM bietet auch ein Portal auf welchem sich ein Endbenutzer Software selbständig “installieren” kann. Dabei wählt der Benutzer die benötigte Software über “Request Software” aus. Nun kann er die von der IT Freigegebene Software sehen und die Software anfordern. Je nach Workflow benötigt dies eine Freigabe durch jemand anderen, oder die Software wird direkt über SCCM installiert. Der Endbenutzer erhält für die Anforderung auch noch eine E-Mail

Ein eigenes Authoring Module in SCSM bietet die Möglichkeit einen Workflow “fast” ohne Programmierung zu erstellen. Dabei werden die gewünschten Aufgaben aus den importierten Management Packs aus SCOM ausgelesen. Coding ist nur dort notwendig, wo SCSCM wirklich “arbeitet”. Beispiel ist, dass Sie den PowerShell Befehl für das Anlegen eines Benutzers bereitstellen müssen. Nur damit kann dann ein neuer Benutzer angelegt werden.

Dieses Authoring Module ist als Version Beta 1 in SCSM Beta 2 enthalten. Spätere Versionen werden um einiges Umfangreicher sein, welches die Auswahl von Workflows betrifft.

Die Verbindung zu einem AD, SCOM oder SCCM wird über Connectoren direkt in SCSM durchgeführt.

SCSM soll im ersten Halbjahr 2010 veröffentlicht werden.

Lizenzierung: Geplant ist, dass SCSM in der Enterprise CAL und System Center Management License Suite enthalten sein wird. Details stehen dazu jedoch noch nicht fest.

Beitrag erstellt von: Peter Forster, MVP Virtual Machine | live von der TechEd 2009 in Berlin