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Wie konvertiere ich einen physischen PC in einen virtuellen PC?

Wie konvertiere ich einen physischen PC in einen virtuellen PC?

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Es gibt viele Wege, eine physische Maschine in eine virtuelle Maschine zu konvertieren. Somit können "Legacy”-Systeme konsolidiert werden und man kann sich viel Arbeit sparen und bestehende Systeme weiter laufen lassen anstelle die Systeme neu aufzusetzen und neu einzurichten.

Der einfachste Weg zum Konvertieren ist das brandneue Tool von sysinternals.com der “System”-Gurus Mark Russinovich und Bryce Cogswell:

Disk2vhd v1.0

konvertiert eine physische Maschine im laufenden Betrieb (!) in ein VHD-File, welches dann einfach unter Virtual PC oder Hyper-V weiterverwendet werden kann. Dazu wird ein Snapshot erzeugt und die Laufwerke in ein VHD-File geschrieben.

Disk2vhd steht in Microsoft TechNet Windows Sysinternals als freier Download zur Verfügung und liegt in der Version 1.0 vom 7. Oktober 2009 vor.

Disk2vhd läuft unter Windows XP SP2, Windows Server 2003 SP1 und höher und auch auf x64 Systemen!

Nach dem Download wird das ZIP (705KB) entpackt, disk2vhd.exe ist nur 1.45MB groß:

disk2vhdentpackt

Auf dem physischen Rechner disk2vhd.exe starten, die zu konvertierenden Festplatten und den Pfad zum neuen VHD-File auswählen und mit “Create” starten. In meinem Beispiel konvertiere ich eine Windows Vista Maschine mit den Laufwerken C: und D: in ein VHD-File auf eine zweite Festplatte J:

 

disk2vhdtool 

Einfacher gehts nicht! Netterweise berechnet und zeigt das Tool auch, wie viel Speicherplatz belegt wird und wie lange der Vorgang dauert. In meinem Fall sind das etwa 2 Stunden, mein erzeugtes VHD ist 130GB groß.

Hinweis: Virtual PC unterstützt nur VHD-Files bis 127GB Disksize! Wenn die VHD-Size größer wird oder die physische Festplatte eine zu große Partition besitzt, müssen die Daten zuvor wo anders hin verschoben werden oder die Partition zuvor verkleinert werden (siehe u.a. diskpart od. Tools). In Hyper-V kann eine VHD bis zu 2040GB groß sein…

Danach wird in Virtual PC oder Hyper-V Manager eine neue Maschine angelegt und mit dem VHD File verbunden. Dann Hardware anpassen und Integration Services installieren (Tipp: Hyper-V Integration Services ohne Maus installieren). Fertig.

Genial! Danke an sysinternals für das wirklich einfache, funktionelle Tool Disk2vhd, denn das spart wirklich viel Arbeit und ermöglicht auf einfachste Weise physische PCs in virtuelle Maschinen umzuwandeln!

Beitrag von Toni Pohl

Comments
  • Das Tool hat (in meinen Augen) einen Bug.

    Da die Größe für VHDs unter VPC 7 auf 127 GB beschränkt ist habe ich von einer echten Maschine in welcher eine Festplatte von 500 GB verbaut ist nur Laufwerk C: ausgewählt. (Partitionsgröße 100 GB; mein Plan war die Partitionen entsprechend einzeln zu virtualisieren um die 127 GB Grenze nicht zu überschreiten.)

    Der Prozess ist durchgelaufen. Anschließend wollte ich die erzeugte VHD Datei in eine neu erstellete Virtuelle Maschine einbinden und erhielt eine Fehlermeldung.

    Daraufhin habe ich die VHD unter 7 gemountet und stellte fest dass zwar nur die Partition die  C: enthält transferiert wurde, das komplette Layout des Originaldatenträgers aber trotzdem mit übernommen wurde. (Die nicht ausgewählten Partition waren leer.)

    Dadurch habe ich jetzt eine VHD die 500 GB groß ist und (nach dem löschen der anderen leeren Partitionen) eine Partition von 100 GB enthält.

    Das Ergebnis ist dass ich die erzeugte VHD nicht unter VPC 7 verwenden kann.

  • Ist es auch möglich, das Teil in die andere Richtung zu verwenden? Aus VHD einen (diesen) PC neu zu erstellen?

  • hallo rowe,

    dies ist kein bug, sondern zwingend notwendig, da hyper-v die größe auf der virtuellen startpartition auf 127  gb begrenzt. die anderen platten kannst du wie gewohnt bis 2 tb anlegen.

    lg

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