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Vista klonen und starten

Vista klonen und starten

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Zur Neuinstallation von PCs ist es (besonders bei gleichen Maschinen) sehr bequem, einen PC als Muster aufzusetzen und diesen dann zu duplizieren. In kleineren Firmen hat man jedoch oft kein Windows Deployment Services (WDS - übrigens der Nachfolger von RIS) zur Verfügung. Zum Thema WDS kann ich übrigens die hervorragenden Artikel Multicast unter 2008, Legacy OS unter 2008, RIS und WDS von Kollege Heinrich Pommer in diesem Blog empfehlen.

Ohne WDS hilft dann ein manuelles Klonen mit einer eigenen Software. Das Image wird als File oder direkt auf eine andere Festplatte, DVD, auf ein anderes Speichermedium oder auch auf einen FTP-Server geschrieben und von dort wiederhergestellt. Dazu gibt es eine Reihe von Tools, beispielsweise auf der kommerziellen Seite Acronis True Image, Symantec Ghost, R-Drive Image, als Freeware Clone Maxx, DiskImage, g4u, Clone Disk Generator und viele weitere.

Unter Vista kann es allerdings nach einer Image-Wiederherstellung passieren, dass der Bootloader "bootmgr" seinen Dienst verweigert und Vista nicht starten kann - dann folgt meist eine Meldung, dass winloader.exe nicht geladen werden kann. Genau das ist mir passiert. Zunächst dachte ich, dass die Clone-Software das Image nicht korrekt geschrieben hat, erst danach kam die Erleuchtung. Und diese möchte ich natürlich hier weitergeben. ;-)

Wie repariert man in diesem Fall ein nicht startfähiges Vista?

Starten von WinPE (Booten von der Vista-DVD) und Reparieren von Vista - das Reparatur-Programm erkennt das Startproblem im Regelfall automatisch und behebt dieses.

Oder manuell in der Command-Line mit bcdedit - das Tool bietet eine Reihe von zusätzlichen Funktionen. Die Reparatur könnte dann zum Beispiel so aussehen:

bcdedit /set {bootmgr} device partition=c:
bcdedit /set {default} device partition=c:
bcdedit /set {default} osdevice partition=c:

Eine ausführliche Beschreibung zu bcdedit finden Sie in Boot Configuration Data Editor Frequently Asked Questions.
Beim Aufruf des Tools in der Vista GUI müssen Sie die Command-Line als Administrator öffnen!
Ganz brauchbar: mit bcdedit /export C:\bcdbackup erstellt man beispielsweise vor solchen Manipulationen ein Backup in das angegebene File.

Es existieren auch eine Reihe von freien Tools wie Vista Boot PRO und EasyBCD, welche die Bearbeitung des Bootloaders (anstelle von bcdedit) vereinfachen - siehe auch Beitrag im Vistablog.

Und bei dieser Gelegenheit sollen auch die "Legacy" Windows Versionen (XP, 2000, 2003 Server) nicht zu kurz kommen: hier besteht der Bootloader aus ntdetect.com, ntldr und boot.ini. Boot.ini besitzt eine Reihe von Schaltern, zum Beispiel für die Verwendung von mehr als 3GB RAM unter 32bit Betriebssystemen. Diese finden Sie in Boot INI Options Reference aufgelistet und erklärt.

Happy starting!

Beitrag von Toni Pohl

Comments
  • Ich habe meine Systempartition geklont und wollte nun von dieser booten und bin genau auf das oben beschriebene Problem gestoßen. Die automatische Korrektur behob zwar das Bootproblem, so dass sich Vista nicht mehr über eine fehlende winload.exe beklagte. Stattdessen gelangte ich bis zum Anmeldebildschirm. Nach dem Einloggen wurde mehrere Minuten lang der "Desktop vorbereitet" und mit einem leeren Bildschirm quittiert. Per Taskmanager ließ sich der explorer starten. Die Systempartition besaß nun den Laufwerksbuchstaben g: statt c: was der Grund für das Anmeldeproblem sein sollte. Die Frage ist nur wie lässt sich das beheben?

    Könnte der Raid-Controller das Problem hervorrufen? Die Festplatte hängt an einem Raid-Controller gehört aber zu keinem der anderen Raid-Verbunde.

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