ALPS PFE

Ein Blog über mich, meine Arbeit und meinen Arbeitgeber

Inside Microsoft Premier Field Engineer PFE - Teil 1

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Inside PFE

 

Stell dir vor du hast einen Arbeitgeber der dir vertraut — und dies bedingungslos. Stell dir vor du kannst dir deinen Tag selber einteilen, bist nicht an Arbeitszeiten gebunden, kannst von überall her arbeiten. Hört sich gut an? Ich arbeite so. Ich bin ein sogenannter Premier Field Engineer (PFE) bei Microsoft. Der PFE ist zu 100% kundenorientiert und führt proaktive und reaktive Informatik Arbeiten direkt beim Kunden vor Ort aus. In der Regel hat jeder PFE 1-2 Technologien im Microsoft Umfeld, auf die er spezialisiert ist.

Was sich in erster Linie aber so anhört als wäre es nur Spass ist durchaus nicht so. Mein Arbeitgeber gibt mir viele Freiheiten, er fordert aber auch ein hohes Mass an Selbständigkeit von mir. Was ich tue, habe ich auch zu verantworten und was ich nicht tue, ebenfalls.

Meine Arbeitswelt hat sich durch die Anstellung bei Microsoft total neu definiert. Diese Firma ist einfach unglaublich gross, unglaublich innovativ, immer (Kritiker würden hier „meistens" sagen) am Nerv der Zeit. Ich habe noch in keiner Firma so viele smarte, intelligente, freundliche, lustige, hilfsbereite und und und… Menschen kennen gelernt.

Im Mittelpunkt stehen bei Microsoft die Mitarbeiter und deren Potential. Es unterliegt jedem selber was er daraus macht…

Ich habe mir nicht nur einmal die Frage stellen müssen ob ich der Aufgabe gewachsen bin oder ob ich es nicht einfacher hätte wenn ich einfach alles hinschmeisse. Nun ja, wenn ich ehrlich zu mir bin und auch wenn dies nicht immer einfach ist- ich stehe im Mittelpunkt und wenn ich mich selber nicht motiviere und aus der Komfortzone heraus bringe- dann wird auch aus meiner Aufgabe nichts. Ich musste mich mehr als nur einer Schwäche stellen, ich musste über meinen Schatten springen um Sachen zu machen die ich vorher immer gemieden habe. Um nur ein Beispiel zu nennen- vor einer Gruppe zu stehen und über 3, 4 Tage einen Workshop zu leiten. Da bin ich am Anfang 1‘000 Tode gestorben. Da kann der Druck an einen selber schon mal immens sein. Da sitzt der Kunde und du bist für den Kunden in dem Moment Microsoft und daher ist die Erwartungshaltung auch entsprechend gross. Da musst du deinen „Mann" stehen, da geht es um Themen wie Selbstvertrauen, Integrität, Loyalität, Fachwissen…

Wie aber schon eingehend erwähnt, es liegt an dir- das Ökosystem Microsoft gibt dir die Hand, die Mittel, die Möglichkeiten, was daraus machen musst du schon selber. Dies beginnt beim sogenannten OnBoading, wo du eine Menge Online Kurse absolvierst um überhaupt einmal ein Bild der Firma zu bekommen. Bei mir ging es dann weiter mit einem 2 wöchigen Aufenthalt in Redmond, im Mutterhaus. Ich durfte da die Microsoft Services University besuchen die mir einen tiefen Einblick in die Services Welt verschaffte. Danach haben wir fortlaufend die Möglichkeit uns einerseits technisch, anderseits aber auch im Softskills Bereich ausbilden zu lassen. Die Softskills Kurse vermitteln nicht technisches Wissen, Wissen um einen Selbst, wie gehe ich mit Menschen um, wie adaptiere ich dieses Wissen in meine Arbeitswelt.

Und zu guter Letzt sind da noch die Manager und deren Manager. In regelmässigen persönlichen Gesprächen werden Probleme, Fortschritte, weitere Ziele besprochen und definiert. Prinzipiell ist es bei Microsoft so, dass der Impuls von einem selber kommen muss- es ist daher nicht das typische Mitarbeiter / Chef Gebilde. Der Mitarbeiter ist die treibende Kraft und der Manger versucht diesen dabei zu unterstützen- falls dieser Unterstützung benötigt. So hat jeder einzelne PFE seine eigene Geschichte, seine eigenen Ziele die er erreichen will. Der Manager „orchestriert" dies dann zu einem Gesamtbild, dem Team. So trägt jeder einzelne PFE was zu dem Teamergebnis bei.

Wenn du bei Microsoft eine Anstellung kriegst, dann weiss die Firma schon sehr genau auf was sie sich mit dir einlässt. Sie investiert schliesslich auch eine Menge an Geld und Zeit in dich. Daher liegt es auch an dir das bestmögliche aus dir raus zu holen, dein Potential zu nutzen und nicht nur darüber zu sprechen, es zu tun.

Ja, es kann sein dass wir bei Microsoft manchmal so erscheinen als wären wir Wesen von einem anderen Stern. Aber! Ich habe noch keinen kennengelernt der dazu gezwungen wurde. Wir sind „One Microsoft" ein riesiger Haufen von Geeks, Spinnern, Idealisten, Träumern, Pionieren, Weltverbesserern, die eines gemeinsam haben: Der Welt unsere Ideen, Konzepte, Visionen näher zu bringen.

Am Ende des Tages geht es nicht primär um Geld, es geht nicht darum was zu machen damit es gemacht ist. Es geht darum etwas zu machen was einem Spass macht, etwas zu machen das einen stolz macht, etwas zu vertreten wofür man einstehen kann. Und was zu schaffen das wiederum Werte schafft!

 

Danke Microsoft.

Marco, PFE ALPS / Switzerland

 

 

 

Comments
  • Hallo Marco

    Danke für den interessanten Artikel. Freue mich schon auf Teil 2. Ich habe mir auch schon überlegt, bei Microsoft zu arbeiten, müsste dann aber leider auf meine nebenberufliche Tätigkeit als MCT verzichten.

    Gruss

    Markus

  • Danke Markus! Freut mich das der Artikel gelesen wird und es ist übrigens nie zu spät um zu Microsoft zu kommen ;-)

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